Hamburg, 24. August 2010. Das Campus Integration Framework (CIF) der Datenlotsen adressiert ein aktuelles Problem der Hochschul-IT: eine historisch gewachsene und deshalb stark heterogene IT-Landschaft, die nutzerunfreundlich ist und aufgrund zahlreicher manueller Arbeitsschritte die Kosten in die Höhe treibt. Das CIF integriert IT-Systeme, -Anwendungen und Datenbanken auf einer Ebene und schafft so eine Infrastruktur, die an die individuellen Bedürfnisse von Hochschulen angepasst werden kann. Im Praxiseinsatz ist die Lösung bereits an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg): Sie nutzt das CIF, um das Campus-Management-System CampusNet in ihr zentrales Identitätsmanagement zu integrieren. An der Jacobs University in Bremen wird das CIF ebenfalls zum Einsatz kommen.
Die IT-Infrastruktur an deutschen Hochschulen ist zumeist stark heterogen: Neben zahlreichen Anwendungen wie Campus-Management-, ERP- und HR-Software sind E-Learning- und Bibliothekssysteme sowie in vielen Fällen Eigenlösungen im Einsatz. Lehrende, Studierende und Mitarbeiter müssen zwischen verschiedenen Nutzeroberflächen wechseln, um die für sie relevanten Dienste nutzen zu können. Dies setzt die Mehrfacheingabe von Daten, beispielsweise zum Login, voraus. Insbesondere für die Verwaltungsmitarbeiter der Hochschule bedeutet dies einen zusätzlichen Arbeitsaufwand bei Datenhaltung sowie -pflege und damit steigende Ausgaben. Ein weiterer Kostenfaktor: Die aufgrund der Komplexität erforderlichen Spezialkenntnisse der Mitarbeiter müssen aufwendig geschult werden. Zugleich steigen die Anforderungen der Hochschulen an ihre IT, insbesondere im Rahmen der Umsetzung von Bologna.
„Die mangelnde Integration der IT-Systeme an vielen Hochschulen hat zur Folge, dass sich der Mehrwert von IT-Investitionen nicht wie erhofft entfalten kann“, erläutert Stephan Sachse, geschäftsführender Gesellschafter der Datenlotsen Informationssysteme GmbH. „Mit dem CIF bieten wir Hochschulen eine Lösung, die den Informationsfluss zwischen einzelnen Hochschulbereichen verbessert und effizientere Prozesse schafft. Dies führt neben einem besseren Service für die Studierenden auch zu einer breiteren Akzeptanz der IT-Systeme auf Nutzerseite.“
IT-Integration ohne komplexen Programmieraufwand
In das Campus Integration Framework können bereits vorhandene oder neu einzuführende Anwendungen sehr schnell integriert werden, beispielsweise SAP, Microsoft CRM (Customer Relationship Management), Identity-Management- oder Campus-Management-Systeme. Dabei ist das CIF datenbank- und plattformunabhängig.
Das CIF steigert die Benutzerfreundlichkeit und minimiert so den Aufwand für Schulungen. Die Hochschulen bleiben in der Lage, auf zukünftige IT-Anforderungen zu reagieren – und zugleich schützen sie bereits getätigte IT-Investitionen. Denn das CIF schafft eine flexible und offene IT-Struktur, die individuell an die Bedürfnisse der Hochschule angepasst werden und um weitere Dienste ergänzt werden kann.
Beispiel: Integration von Campus-Management- und E-Learning-Systemen
Immer mehr Hochschulen haben Projekte zur Einbindung digitaler Technologien in die Lern- und Lehrpraxis gestartet. Das CIF ermöglicht beispielsweise die Integration verschiedener E-Learning-Plattformen mit dem vor Ort eingesetzten Campus-Management-System. Dabei agiert es als eine Art „Brücke“ zwischen beiden Systemen. Den Lehrveranstaltungen im Campus-Management-System können automatisch eigene Lernräume in den Learning-Management-Systemen (LMS) der Hochschulen zugeordnet werden. Alle relevanten Informationen werden automatisch zwischen den Systemen abgeglichen. Meldet sich ein Studierender über das Campus-Management-System zu einer Lehrveranstaltung an, wird er direkt auch im entsprechenden E-Learning-Bereich angemeldet. Studierende und Lehrende können aus dem Hochschulverwaltungssystem die Lernräume zu ihren Veranstaltungen aufrufen, ohne sich ein zweites Mal anmelden zu müssen.
Das CIF im Praxiseinsatz
An der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) integriert das CIF das Campus-Management-System CampusNet in einem Pilotprojekt mit dem seit 2007 eingesetzten zentralen Identity-Management-System (IDM) der Hochschule. Die Synchronisation sowie die Erzeugung, Änderung und Löschung der Daten in den verschiedenen Endsystemen wird automatisiert vollzogen. Änderungen werden zeitnah und ereignisgesteuert synchronisiert. Dies entlastet die Verwaltungsmitarbeiter und vermeidet veraltete beziehungsweise doppelte Datensätze im System. Neben der HAW Hamburg hat sich die Bremer Jacobs University – auch diese Hochschule setzt CampusNet ein – entschieden, das CIF einzuführen. Hier soll das Tool die Integration einer zentralen englischsprachigen Online-Bewerberplattform mit Namen „The Common Application“ gewährleisten. Die Hochschule gehört zu den ersten europäischen Mitgliedern des US-amerikanischen Portals, das standardisierte Print- und Online-Bewerbungsformulare zur Verfügung stellt.
Weitere Informationen zum Campus Integration Framework erhalten Sie unter www.datenlotsen.de.
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