Die Herausforderung: Das Bewerbungschaos beherrschbar machen
Das Bewerbungsmanagement stellt Hochschulen immer wieder vor die Herausforderung, alle angebotenen Studiengänge zu einer möglichst optimalen Auslastung zu bringen. Im Wettbewerb um die besten Köpfe wird die Auswahl der Studierenden für Hochschulen zum entscheidenden Faktor, bei dem sie sich möglichst große Autonomie und Gestaltungsfreiheit wünschen. Die Anzahl der eingeschriebenen Studierenden ist zudem für Hochschulen eine wichtige Bestimmungsgröße für ihr Budget.
Auf der anderen Seite steht jedes Semester aufs Neue das so genannte „Bewerbungschaos“ an vielen Hochschulen, das regelmäßig für Schlagzeilen sorgt. Neunmal mehr Bewerber als Studienplätze sind an großen Hochschulen keine Seltenheit. Kleinere Hochschulen oder Hochschulen an weniger attraktiven Standorten plagen sich hingegen mit einem ganz anderen Problem: Zu wenige Bewerber im ersten Anlauf und mühsames Besetzen der Restplätze mit Studienbewerbern, die anderswo nicht zum Zuge kamen.
Zudem gibt es viele andere Herausforderungen im Bewerbungsmanagement: So müssen zunehmend komplexere Verfahrenstypen und Zulassungsbedingungen bewältigt und abgebildet werden, was zur Folge hat, dass sich die Auswahl der Studierenden verstärkt aus dem Studierendensekretariat oder Zulassungsamt in die Fachbereiche verlagert. Dies setzt eine verlässliche Kommunikation und verbindliche Absprachen zwischen verschiedenen Hochschulbereichen voraus.